MADSIC – „PRISON OF HATE“
Wieder einmal kam eine kleine, noch ungeschliffene Perle an die Meeresoberfläche des World Wide Web`s. Erneut von der anderen Ozeanseite her - aus Amerika. Und der Name scheint Programm zu sein, denn was MADSIC uns hier kredenzen ist Aggression pur mit Ausflügen in technische Ansätze, auf die man erst einmal kommen muss. Die Stilvielfalt jedenfalls ist erfreulich. Das Coverartwork ist nicht unbedingt der große Burner, aber okay. Die Musik soll`s richten. Der Schrei, der das Album "Prison of Hate" einleitet klingt wie ein Rohr, das mit einem ordentlich Schlag vom Rost befreit wird. "Distance of Hate" (Track 1) heißt der Opener, der den imaginär Gefangenen von der Kette lässt. Brutal gutes Riffing gesellt sich zu fetten MonsterBassGrooves, während im selben Fahrtwasser eine unterschwellig gefühlte Kreissäge rotiert & die Schädel rasiert. Teilweise setzt man scheinbar bewusst auf Effekte, wie bei "Tremor" (Track 2), das mit einem spacy Basslauf `nen guten Drive bekommt, dessen Midtempo - Rhythmus in sich stimmig ist. Und erst bei "Buried in Skin" (Track 3) will mir einfallen, an wen mich der Gesang stellenweise erinnert, an keinen Geringeren als an Ex-Hatesphere Fronter Jacob Bredahl (der hier aber NICHT das Micro frisst !) . Die kleinen, netten Electro / Effect - Spielereien tragen stets ihren gut geschmierten Teil dazu bei, dass das Gesamtgetriebe flüssig läuft, so auch bei "Outside Myself" (Track 4). Ein Psycho - Midtempo - Groover, der gut reingeht. Im Mittelteil gibt`s `ne schöne, fette Bassline, die sich Korn - like nach oben schraubt. Von nun an treten mehr und mehr Einflüsse an die Oberfläche dieses Hassbatzens. "Vision" (Track 5) prügelt kompromisslos gegen die Zellenwände und klingt, als wenn man ein paar Slipknot Jungs mit SHELTER in eine Zelle geschmissen hätte. Klar, dass der Slipknot Anteil da dominiert. Großes Kompliment geht an den Bassisten, der `nen amtlichen Eindruck hinterlässt & auch "Pressure" (Track 6) mit `nem so genannten "Slaping Bass" einleitet. Diesmal geht`s in die imaginäre Nachbarzelle, in der Slayer`s Tom Araya versucht auf Suicidal Tendencies Groove zu performen. Im Mittelteil versinkt dann diese gefühlte Liason in fast epischer Psycho - Ruhe, die wiederum an Korn Fronter Jonathan Davis erinnert, wenn der Gesang regiert. Bisheriges Highlight ! Dass man aber noch mehr inne hat, zeigt sich bei "Underneath" (Track 7) - das wieder fetten Groove auffährt, der hier von verspielten Prog - Elementen der Gitarrenfraktion umschmeichelt wird. Ein kurzweiliger Soulfly - Moment kommt am Anfang von "14 Years" (Track 8) auf, was dann aber eher im Stile der Groove Überväter von Korn weitergeführt wird. Irgendwo zwischen HC & Metalcore entfalten sich die Pressschläge voller Aggressivität, bei denen man Bestens abgehen kann. Und zum guten Abschluss gereicht man mit dem Rausschmeißer "Demize" (Track 9) noch mal `nen letzten Zellenbesuch. Auch hier wird man stellenweise an Slayer erinnert, nur eben, dass hier noch `nen hörbarer Hauch von Coal Chamber / Devildriver Style mitschwingt. Alles in allem ein feines Scheibchen, das vor allem denen gut im Ohr liegen wird, die sich modernerem Gebolze nicht verschließen. Anchecken lohnt. ( DANNY B . )
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